Höhere Strompreise?
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Politikfelder - Energie
Geschrieben von: Stefan Schwan   

Offensichtlich sind viele Verbraucher immer noch nicht gut genug darüber informiert, welche Vorteile die Liberalisierung des Strommarktes für sie gebracht hat. Anders ist das Klagen über steigende Strompreise nicht zu verstehen. Denn während bei den großen Stromversorgern die Strompreise in die Höhe schießen, zahlt man bei vielen anderen kleineren Anbietern inzwischen über 20 % weniger.

Der Wechsel zu einem Ökostromanbieter kann sich dabei besonders lohnen. Bei den günstigsten Paderborner Ökostromanbietern kostet die Kilowattstunde knapp 20 Cent, also gut 5 Cent weniger als der Durchschnitt bzw. genau so viel wie der „günstige“ Nachtstromtarif beim Paderborner Grundversorger. Einige Anbieter haben im vergangenen Jahr die Preise sogar weiter gesenkt. Billiger sind neben Ökostromanbietern auch lokale Stadtwerke, die keine unwirtschaftlichen und unflexiblen Atom- und Kohlekraftwerke im Energiemix abschreiben müssen. So kann für eine vierköpfige Familie der Preisunterschied zwischen einem günstigen Ökoanbieter und dem Paderborner Grundversorger gleich mehrere hundert Euro pro Jahr betragen. Da der Preis für Atom- und Kohlestrom tendenziell nach oben zeigt, der für regenerative Energien aber nach unten, kann sich jeder Verbraucher ausrechnen, welche Stromanbieter auch langfristig günstig bleiben. bleibt noch die Angst vieler Verbraucher, dass bei einem Wechsel das Licht ausgeht. Diese Angst ist aber unbegründet, da der Übergang von einem Anbieter zum anderen völlig reibungslos vonstatten geht. Selbst wenn es einmal Probleme geben sollte, was wirklich sehr selten vorkommt, ist der Grundversorger zur kontinuierlichen Weiterversorgung verpflichtet. Im Normalfall dauert der Wechsel sechs bis acht Wochen. Als Verbraucher merkt man davon normalerweise aber gar nichts.

 

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