Atomstrom behindert Wirtschaftsaufschwung.
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Politikfelder - Energie
Geschrieben von: Stefan Schwan   

Der Strom aus den norddeutschen Kernkraftwerken sorgt momentan dafür, dass in Norddeutschland tausende Windräder stillstehen müssen. So ließen sich die Atommeiler im Norden schon längst abschalten, weil viel zu viel Strom im Netz ist. Wind und Atom im Netz vertragen sich schlecht.

Allerdings verhindert die Eigentümerstruktur in der Energieerzeugung, dass die Atommeiler abgeschaltet werden und dafür die Windräder laufen, denn Atomkraftwerke gehören den Großkonzernen der Energiebranche. Dies haben in ihrem Energiemix gerade einmal 1,4 % alternative Energien (ohne Wassserkraft). Im bundesweiten Durchschnitt ist der Anteil der Erneuerbaren längst weit über 10%.

Im Klartext: So verhindern die großen Energiekonzerne gerne Investitionen in die Zukunftsbranchen. Die Atomenergie sorgt bei den großen Stromriesen Vattenfall, RWE und Eon außerdem für prächtige Gewinne - und zementiert so deren Vormachtstellung.hinzu komt eine enge Verpflechtung der Stromkonzerne mit der Politik Insbesondere konservative Politiker, aber auch viele SPD-Politiker sitzen in den Aufsichtsräten der Energieriesen, angefangen beim ehemaligen SPD-Mitglied Clement bis hin zu Bürgermeistern auf kommunaler Ebene. Von dieser Seite ist also wenig Wandel zu erwarten.

De facto könnte schon jetzt ein Großteil der Atomkraftwerke abgeschaltet werden. Der überflüssige Strom wird nämlich ganz überwiegend exportiert. Die Menge des Exportstroms entspricht ungefähr der Stromproduktion von 4-5 Atomkraftwerken. Zur Zeit haben wir kaum mehr Kraftwerke am Netz. Selbst bei sofortiger Abschlatung aller AKW ginge in Deutschland also nicht das Licht aus. Bis 2020, dem Ende des Atomausstiegs, schaffen wir es also locker, Atomkraft durch Enerneuerbare zu ersetzen.

Da Atomkraftwerke auf den schwankenden Strombedarf nur sehr unflexibel reagieren können, behindern Sie jedoch die Windenergie. Das führt letztendlich für den Verbraucher zu hohen Energiepreisen und steigenden Kosten besonders für den Mittelstand. Und es zerstört Jobs!

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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 25. August 2009 um 08:10 Uhr
 

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